Coronavirus drückt den Ölpreis unter 58 Dollar pro Barrel

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Die Zahl der Fälle des chinesischen Coronavirus nimmt rasch zu. In den Nachrichten über die Ausbreitung der Krankheit hat Öl seinen niedrigsten Stand seit Oktober letzten Jahres aktualisiert. Wichtige Börsenindizes werden ebenfalls in der roten Zone gehandelt, während defensive Vermögenswerte an Wert gewinnen. Beim Handel am Montag, dem 27. Januar, fiel der Preis für Brent unter 58 Dollar pro Barrel.

Die Märkte stehen aufgrund der schnellen Verbreitung des Coronavirus unter Druck, was sich negativ auf die Weltwirtschaft und die Nachfrage nach Rohstoffen auswirken kann.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war der März-Future-Kontrakt für ein Barrel der Sorte Brent 57,9 Dollar wert. Im Vergleich zum Schlusskurs der vorangegangenen Sitzung gingen die Notierungen um 3,2% zurück. Ein Barrel WTI mit Lieferung im März kostet $52,9 (-2,3% des Schlusskurses der vorherigen Sitzung).

Am Vorabend meldeten die chinesischen Behörden einen Ausbruch des Virus in der Stadt Wuhan. Die Gesamtzahl der Infizierten im Land hat bereits 2,8 Tausend Menschen überschritten, von denen mehr als 80 gestorben sind. Außerhalb des chinesischen Festlandes wurden Fälle in Hongkong, Macao, Taiwan, Thailand, Japan, Südkorea, den USA, Kanada, Vietnam, Singapur, Nepal, Frankreich, Australien und Malaysia verzeichnet.

Im Falle eines zunehmenden Marktpessimismus aus China könnten die Ölpreise in nächster Zukunft weiter auf das Niveau von 55 bis 57 Dollar korrigiert werden.

Es ist zu beachten, dass China als einer der größten Ölimporteure der Welt gilt. Im Falle einer weiteren Verbreitung des Virus wird die chinesische Wirtschaft unter ernsthaften Druck geraten, was sich negativ auf den Rohstoffmarkt auswirken wird.

Aufgrund von Reisebeschränkungen für fast 50 Millionen Menschen in China sinkt die Nachfrage nach Treibstoff. Auch die globale Luftfahrtindustrie wurde angegriffen, nachdem sich viele Fluggesellschaften weigerten, einige Städte in China anzufliegen.

Daher werden die Dauer und die Tiefe des Rückgangs der Ölnotierungen voll und ganz von der weiteren Dynamik des Virus abhängen.

Coronavirus drückt den Ölpreis unter 58 Dollar pro Barrel

Ausländische Investmentgesellschaften haben bereits enttäuschende Prognosen abgegeben. Goldman Sachs hat geschätzt, dass die weltweite Nachfrage um 260.000 Barrel pro Tag sinken könnte, wenn die Coronavirus das Ausmaß einer SARS-Epidemie (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) erreichen.

Nach dem Öl wurden auch die wichtigsten Aktienindizes der asiatischen Region in der roten Zone gehandelt. Für Chinas Shanghai Composite-Index galt die letzte Handelssitzung vor den Feiertagen als die schlechteste seit 30 Jahren -2,8%. Auch der Shenzhen Composite-Index fiel vor den Feiertagen um 3,45%.

Die Aktienindizes in Tokio sind am Montag, dem 27. Januar, um fast 2% gefallen. Auch hier sind die Anteile der Unternehmen aus Tourismus, Handel und Luftverkehr am stärksten gesunken.

Gold – Anleger suchen nach einem sicheren Hafen

Der Goldpreis steigt am Montagmorgen deutlich an und erreicht seit Anfang Januar eine Höchstmarke. Der Goldterminkurs an der Comex New York Stock Exchange stieg im Februar um 7 USD auf 1.579 USD je Feinunze. 

 

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